Psychotherapie Allgemein

Psychotherapie ist eine Behandlungsform, deren Ziel es ist, kurz- und langfristige Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in Gang zu setzen, um Symptome und Leidenszustände zu erkennen, zu mildern, um den persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern und die Lebensqualität zu verbessern. Sie ist eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin und Behandlungsmethode und unterscheidet sich in ihrer Arbeit von der des Psychiaters und Psychologen.

 

In unserer Praxis angewandte psychotherapeutische Methoden

In unserer Praxisgemeinschaft arbeiten wir mit der gesetzlich anerkannten Methode der Gestalttheoretischen Psychotherapie. Nähere Information darüber finden Sie auf unseren persönlichen Homepages.

 

Übergeordnete Ziele einer Psychotherapie sind

  • dauerhafte oder momentane seelische Belastungen und psychosomatische Beschwerden zu verringern oder überwinden,
  • im Idealfall einen so guten Zugang zu sich selbst zu finden, daß das Leiden aufhört,
  • in den Therapiesitzungen erkannte, zwischenmenschliche oder innermenschliche Konflikte so weit wie möglich aufzuheben oder einen besseren Umgang damit zu finden,
  • lebensbehindernde Verhaltensweisen zu erkennen und dafür Änderungsmöglichkeiten zu entwickeln.

 

Entscheidungshilfe zur Psychotherapie

Die folgende Liste kann Ihnen bei Ihrer Entscheidung Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, behilflich sein.

  • Ich fühle mich krank oder habe Schmerzen, obwohl mich der Arzt für organisch gesund erklärt hat oder medizinische Befunde keine ausreichende Erklärung dafür bieten.
  • Seit längerer Zeit halte ich mich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs- oder Schlafmitteln (Psychopharmaka) aufrecht.
  • Ohne ersichtlichen Grund bekomme ich rasende Herzklopfen und Angst, dass ich sterben muss.
  • Ich habe Ängste, die mich belasten oder einschränken: z. B. vor Kontakt mit meinen Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Prüfungen oder in anderen, bestimmten Situationen.
  • Es plagen mich oft Gedanken, über die ich mit niemandem zu sprechen wage (Scham- und Schuldgefühle, Hassgefühle, Unzulänglichkeitsgefühle, das Gefühl, verfolgt oder fremdbestimmt zu werden, Gedanken, die zu arg sind, um sie mit jemandem aus meinem Umfeld zu teilen, …).
  • Ich fühle mich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.
  • Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.
  • Ich bin traurig und vereinsamt.
  • Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z. B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle, …), die schwer zu bewältigen ist.
  • Ich denke manchmal an Selbstmord.
  • Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.
  • Ich fühle mich durch meine Kinder dauerhaft überfordert.
  • Ich habe wiederkehrend große Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z. B. am Arbeitsplatz).
  • Ich bin süchtig - nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen, Internet.
  • Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z. B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln, ….), obwohl dies ein Leben sehr einengt.
  • Ich sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.
  • Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.
  • Ich habe Angst vor Entscheidungen, und das quält mich.

 

Trifft einer oder mehr Punkte auf Ihr Kind zu, sollte es ebenfalls professionelle Unterstützung erhalten:

 

  • Mein Kind zeigt Verhaltensauffälligkeiten oder hat psychosomatische Probleme.
  • Mein Kind reagiert oft aggressiv oder ist traurig und zieht sich zurück.
  • Mein Kind hat Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen.
  • Bei meinem Kind treten Schulangst, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten in stärkerem Ausmaß auf.

Wenn ein bzw. mehrere Punkte zutreffen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen:

Wichtige Voraussetzung für Psychotherapie ist Ihr Wunsch, etwas zu verändern, und Ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben zu beschäftigen und sich dabei unterstützen zu lassen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht: Psychotherapie kann in jedem Alter hilfreich sein.

 

Gesetzliche Grundlagen

Psychotherapie ist eine eigenständige Behandlungsform, deren Ausbildung und Ausübung in Österreich durch das Psychotherapiegesetz (1991) geregelt ist. Sie ist ein freier, eigenständiger, – ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Regeln unterliegender – Heilberuf. Als solcher ist er dem der Psychologen und Ärzten gleichgestellt.

Eine PsychotherapeutIn hat in ihrer/seiner jahrelangen Ausbildung eine umfassende Kompetenz für alle Krankheitsbilder und Leidenszustände erworben.